APPgefilmt

Canon 5DsR – Ist das Pixelmonster immer noch aktuell?

Die Canon 5DsR ist Canon’s Kamera mit ganzen 50 Millionen Pixeln Maximalauflösung. Jedoch bringt dies auch einige Nachteile mit sich, worauf ich später zu sprechen komme. Aber als Erstes zum Lieferumfang.

Dieser ist gar nichts besonderes. Eigentlich das gleiche, dass man bei jeder Kamera zu sehen bekommt. Erwähnenswert ist hier noch, dass ich die Kamera zusammen mit einem 24–70 mm F 4.0 getestet habe. Und hier ist auch schon der erste Nachteil bei der Konfiguration. Es passt einfach nicht jedes Objektiv zu der hohen Auflösung dieser Kamera. Wenigstens hilft Canon hier bei der Auswahl und listet die passenden Objektive auf ihrer Website auf.

Als ich dann die Kamera das erste Mal in die Hand nahm, war sie noch größer als erwartet. Im zusammengebauten Zustand wiegt sie über zwei Kilogramm und ist wirklich nicht gerade handlich. Allerdings vermittelt sie so eine gewisse Wertigkeit, die gerade in einem Preisbereich von über 3.000 € zum Standard gehören sollte.

(©APPgefilmt)

Handhabung und Ausstattung

Die Kamera an allen Ecken und Enden üppig ausgestattet und bietet dem Profi alles, was er sich wünscht. Vom Joystick zum Verschieben des Fokuspunktes bis zu vielen frei belegbaren Knöpfen für allerlei Funktionen ist neben den Standardknöpfen alles dabei. Der Akku ist zudem ausreichend groß dimensioniert, sodass ihr locker bis zu 600 Bilder machen könnt, bevor die Kamera aufgibt.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist die Beurteilung der Bildqualität. Die Informationen für eure Fotos treffen hierbei auf einen Vollformatsensor mit den besagten 50 MP.

(©APPgefilmt)

Die Bildqualität

Wie gewohnt kommen die Bilder Canon-typisch mit sehr tollen Farben daher, die man mit etwas Nachbearbeitung noch mehr zum Leben erwecken kann. Eure Fotos könnt ihr zudem mit bis zu 5 Bildern/s aufnehmen, was bei 50MP eine gute Leistung ist.

Aber am meisten hat mich natürlich die wirklich enorme Bildschärfe beeindruckt. Im oberen Beispielbild könnt ihr selbst sehen, wie nah man im Nachhinein noch in das Bild zoomen kann, wobei es hier immer noch detailreich bleibt und einzelne Pixel nicht zu sehen sind.

Für eure Bilder könnt ihr zudem bei dieser Kamera einen ISO-Bereich von 50 bis 12.800 einstellen. Für eine solch hohe Auflösung waren die Ergebnisse bei ISO 12.800 durchaus noch sehenswert und gut für zum Beispiel Instagram nutzbar. Wenn es etwas professioneller sein soll, ist man mit einem Maximalwert von 6.400 besser bedient.

(©APPgefilmt)

Die großen Nachteile

So sehr ich die Kamera nun auch gelobt habe. Sie hat einige große Nachteile, die sie schlussendlich nur für einen ganz bestimmten Anwendungsbereich interessant machen.

Die Kamera sollte am besten auf einem stativ befestigt werden, um eine gute Bildschärfe zu ermöglichen. Sie ist also ungeeignet für schnelle Bewegungen und Sportfotografie. Zudem ist sie rein gar nichts für Filmemacher. Bei der Auflösung könnte man natürlich denken, dass diese Kamera locker 4K aufnimmt. Aber gerade diese Auflösung hat einen entschiedenen Nachteil. Man müsste mit einem extremen Crop-Faktor bei höheren Auflösungen leben, da die Kamera nicht die Rechenleistung bietet, den gesamten Sensor auszulesen und alle Daten schnell genug abzuspeichern. Deswegen hat die Kamera noch nicht einmal 60p bei FullHD, was sie für Filmer unbrauchbar macht.

Also bleibt am Ende eine gute Kamera für zum Beispiel Landschafts- und Architekturfotografen, die viel Zeit und ein Stativ mitbringen. Für diesen Nutzungsbereich gibt es in Sachen Auflösung kaum etwas besseres, es sei denn, man wechselt zu Mittelformatkameras. Ist „das Pixelmonster“ nun eigentlich immer noch aktuell?

Klare Antwort: Jein! Für die gerade genannten Bereiche ist sie immer noch eine gute Wahl. Aber für Hobbyfotografen und Filmemacher ist sie, nicht zuletzt wegen des Preises, einfach unattraktiv.

Jan-Hendrik Schaadt

Hey!

Mein Name ist Jan-Hendrik, ich bin 16 Jahre alt und besuche zurzeit die 10. Klasse eines Gymnasiums.
Quasi seit dem ich denken kann interessiere ich mich für Technik aller Art. Seit über zwei Jahren zunehmend auch intensiv mit Film und Fotografie. Das bisherige Wissen habe ich mir hauptsächlich selbst beigebracht. Dabei versuche ich stetig besser zu werden, und neue Dinge zu lernen.
Technik ist einfach eine große Leidenschaft, und nimmt auch einen großen Teil meines Lebens ein!

Zudem freut es mich natürlich, wenn euch meine Blogbeiträge gefallen! :)

Kommentare