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VGA, DVI, HDMI, DisplayPort – Welches ist der beste Monitoranschluss?

Schon seitdem die ersten PCs in den 70ern veröffentlicht wurden gab es keinen einheitlichen Anschluss, um den PC an den Monitor anzuschließen. Über die Jahre wurden einige Monitoranschüsse entwickelt und veröffentlicht, doch nur eine Hand voll sind wirklich weit gekommen.

VGA

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Im Jahr 1987 brachte IBM die Nachfolger zu den PC, XT und AT Computern auf den Markt: Die PS/2 Reihe. Mit ihr kamen viele neue Anschlüsse, wie zum Beispiel den PS/2 Port und VGA. Letzteres steht für Video Graphics Array und ist einer der bekanntesten Display Anschlüsse der Welt. Der Stecker ist ein 15 poliger DE-15 Anschluss mit zwei Schrauben, um den Stecker sicher in der Buchse zu fixieren. VGA unterstützt eine Auflösung von maximal 2048×1536 Pixeln mit 85 Bildern pro Sekunde und überträgt Analog. Für Audio muss mit einem extra Audio Kabel gesorgt werde.

DVI

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1999 kam eine Alternative zu VGA der Digital Display Working Group auf dem Markt. Diese war das Digital Visual Interface, kurz: DVI. Der neue Standard hat 17-29 Pins und kann sowohl Digital als auch Analog benutzt werden. Dafür braucht man allerdings teilweise verschiedene Kabel, da es fünf verschiedene Variationen gibt. DVI kann im Digitalen Single-Link oder Analogen Betrieb maximal eine Auflösung von 1920×1200 Pixeln bei 60FPS übertragen. Das zwölf Jahre alte VGA kann pro Sekunde ca. 130 millionen Pixel mehr übertragen. Eine wirkliche Verbesserung in der Auflösung bietet allerdings DVI Dual-Link, welches bis zu 2560×1600 Pixeln ermöglicht. Ein weiterer Vorteil gegenüber VGA ist die HDCP Unterstützung, was die Wiedergabe von kopiergeschützten Inhalten ermöglicht. Die Grafikkarte kann theoretisch den Monitor auszuschalten, wenn er nicht benutzt wird, um Strom zu sparen. Gleich geblieben sind der Locking Mechanismus und der Fakt, dass beide Standards nur Bild, aber keinen Ton übertragen können.

HDMI

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Im Jahr 2002 setzten sich die acht Technik-Riesen Hitachi, Panasonic, Philips, Silicon Image, Sony, Thomson, RCA und Toshiba zusammen und veröffentlichten HDMI. Die maximale Auflöung von HDMI 1.0 und 1.1 waren 1080p bei 16:9 und 1600×1200 Pixeln bei 4:3 mit 60Hz. Dies war allerdings eher ein Downgrade im Vergleich zu VGA und DVI. Im Juni 2006 wurde mit HDMI 1.3 die maximale Auflösung von nun 2560×1600 Pixeln bei 60Hz DVI Dual-Link angeglichen und im Mai 2009 folgte der nächste große Schritt: HDMI 1.4 . Nicht nur wurde die Auflösung auf 4k mit 30Hz erhöht und 3D ermöglicht, es wurde auch eine Ethernet Verbindung über HDMI und einen Audio Return Channel eingeführt. Es gab mit HDMI 2.0 nur zwei größere Verbesserungen: Der Support für und 4k in 60 FPS. Mit 2.0a kam andertalb Jahre Später noch HDR dazu. Im Januar 2017 kündigte das HDMI Forum ein Monster an. Ein Monster, namens HDMI 2.1.
Es sind nun nicht nur 4k, 5, und 8k, in 120FPS vefügbar, sondern bis zu 10k mit 120FPS. Des weiteren lässt sich nun die Framerate des Monitors dynamisch anpassen und HDR Metadaten können nun auch dynamisch geändert werden.
Ähnlich wie bei DVI gibt es auch hier fünf verschiedene Stecker, die jedoch nicht untereinander ohne Adapter verwende kann. Zusätzlich kann man ein HDMI Signal auch über USB C übertragen. Die meisten haben 19 Pins und keinen Locking-Mechanismus, es können jedoch alle Audio und Video übertragen und unterstützen HDCP. Wirklich anders sind nur HDMI Typ E, welches für die Automobilindustrie entwickelt wurde und daher einen Locking-Mechanismus hat, wodurch versehentliche des Steckers durch Vibrationen verhindert, und Typ B mit 29 Pins, welches allerdings nie produziert wurde. Eine Funktion, die bei jedem HDMI Stecker vorhanden ist, ist CEC, welches es ermöglicht, mehrere über HDMI verbundene Geräte mit einer Fernbedienung zu bedienen.

DisplayPort

Quelle: Wikimedia Commons/Belkin+Abisys
2006 kam VESA dann mit DisplayPort, einem neuen digitalen Standart, um die Ecke, der HDMI zu dem Zeitpunkt ganze 3 Jahre vorraus war. Anders als HDMI hatte dieser wieder einen Locking-Mechanismus und konnte Audio, Video und USB Signale übertragen. Als 2008 die ersten Geräte mit DisplayPort rauskamen, waren dadurch bereits 1080p mit 144Hz, 1440p mit 75Hz und 4k mit 30Hz möglich. Ab Dezember 2009 waren dank Version 1.2 1080p mit 240, 1440p mit 165, 4k mit 75 und 5k mit 30Hz möglich. Zudem wurden auch noch 3D und Daisy Chaining ermöglicht. Dadurch kann mehrere Monitore in Serie an einen Port angeschliessen, was die Anzahl an benötigten Ports minimiert. Man hat die Idee, mehrere Monitore über einen einzelnen Anschluss anzusteuern, in Form von Multi-Stream Transport weitergeführt und bis zu zwei 4k Monitore oder vier Monitore mit einer Auflösung von 2560×1600 Pixeln mit 60Hz über einen Port ermögtlicht. Wer diese Funktion nicht nutzen wollte, der konnte nun pro Port ein 1440p Display bei 240Hz, ein 4k Panel mit bis zu 120Hz, ein 5k Panel mit maximal 60Hz oder sogar ein 8K Monitor mit 30Hz nutzen. An der Datenrate wurde bei dem Sprung auf DisplayPort 1.4 zwar beibehalten, allerdings sind durch Display Stream Compression wesentlich höhere Auflösungen bei gleicher Datenrate möglich, wodurch 4k bei 240Hz, 5k bei 140Hz und 8k bei 60Hz möglich ist, ohne die Datenrate zu erhöhen. Die nächste DisplayPort Version wir eine um 24% höhere Datenrate haben, wodurch in Kombination mit DSC laut einer Roadmap 8k mit bis zu 240Hz möglich sein wird.Man kann DisplayPort edweder über den eigenen 20 Pin Stecker oder über USB C übertragen. Beide Varianten unterstützen HDCP und den eigenen Kopierschutz DPCP.

Fazit

Wer noch ältere Systeme wie zum Beispiel die besagte PS/2 Reihe oder einen 19″ Server betreiben möchte, sollte auf jeden Fall einen Monitor mit VGA besitzen, oder zumindest einen DVI Monitor mit passenden Adaptern. Wer einen Fehrnseher als Monitor benutzen möchte kommt im Normalfall nicht ohne Adapter an HDMI vorbei. Wen man allerdings mit hoher Auflösung und Framerate spielen möchte, sollte man zu DisplayPort greifen, da es ab der nächsten Version, selbst 8k mit 240Hz unterstützt.

 

Ole Stegemeier

Moin,
ich bin Ole, 14 Jahre alt und wohne in der Nähe von Bremen.
Ich interessiere mich eigentlich schon mein ganzes leben für Technik und seit ca. 6 Jahren auch für Modellflug. Seit Sommer 2016 fliege ich in einem Modellflugverein und bin seit einiger Zeit auch als Roadie tätig. Neben bei bin ich auch noch als Web Developer bei dem FUK-Team, einem kleinen Homebrew Entwickler Team.

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