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Was bieten Einsteiger-Smartphones ? | Neffos X1 Review

 

Wie so üblich fange ich erst einmal mit dem Design an, welches Neffos wirklich sehr gut gelungen ist. Das Neffos X1 hat ein schlichtes, aber edles Design, das aus Leichtmetall besteht. Das Smartphone liegt dank den extrem dünnen und abgerundeten Kanten wirklich sehr gut in der Hand, was für einen angenehmes Gefühl bei der Bedienung sorgt. Mit den 135 Gramm, die das Smartphone wiegt, zählt es auch eher zu den Leichtgewichten, was aber ganz angenehm war. Trotzdem musste ich mich erst einmal an das Gewicht gewöhnen, da es fast schon zu leicht wirkt, was den faden Beigeschmack hatte, dass es einem so vorkommt, als wäre das Smartphone billig verarbeitet. Direkt ins Auge fällt einem der Fingerabdrucksensor, welcher sich unter der 13 MP Hauptkamera auf der Rückseite des Gerätes befindet. Dank neuer Technologie entsperrt der Sensor das Smartphone in Sekunden schnelle. Laut Neffos soll es sogar nur 0,2 Sekunden dauern, bis man das Gerät benutzen kann, jedoch ist dieser Wert schon etwas zu optimistisch. Obgleich war der Fingerabdrucksensor eines der Features, das mich am Smartphone am meisten beeindruckt hat, zumal dieser auch sehr zuverlässig ist und in 9 von 10 Fällen funktionierte.

Hat man das Smartphone aber erst einmal entsperrt, kann man das 5 Zoll Display begutachten. Dieses hat zwar nur eine Auflösung von 720p, also einfaches HD, sieht aber trotzdem sehr gut aus. Es besteht aus einem 2,5D Glas, was im Grunde genommen bedeutet, dass die Displayränder leicht abgerundet sind. Kratzer habe ich keine in das Display bekommen und ich hatte allgemein den Eindruck, dass das verwendete Glas sehr Kratzbeständig ist. Die Blickwinkelstabilität ist echt super und auch die Weißwerte haben mich beeindruckt. Lediglich bei den schwarzen Tönen und der Helligkeit ist noch viel Potential vorhanden, da das Display bei Sonneneinstrahlung kaum mehr ablesbar ist.

(Bild: Björn Engist ©)

Gepowert wird das Gerät von einem Helio P10 64 Bit Prozessor mit 8 Kernen. Ruckler oder lange Ladezeiten der Software zählten nicht zur Tagesordnung, auch wenn es in der ein oder anderen App leichte Verzögerungen gab.

Beim Kauf kann man zwischen zwei Versionen des X1 wählen. Wie in meinem Fall eine Variante mit 2 GB RAM und 16 GB Interner Speicher, oder 3 GB RAM und 32 GB Speicher. Wenn der geringe Speicher aber nicht ausreicht, kann man auch dank eines SD-Karten Steckplatzes sein Speicher auf bis zu 128 GB erweitern. Wahlweise ist es auch möglich darauf zu verzichten, um Platz für eine 2. Nano-Sim Karte zu schaffen. Für ausreichend Energie sorgt der 2250 mAh starke Akku, mit dem man locker durch einen, wenn nicht sogar durch zwei Tage kommt. Ich habe das Gerät eigentlich immer erst nach einem Tag aufgeladen und der Vorgang verlief auch relativ schnell. Das Gerät lädt in 30 min auf bis zu 50% auf, was für ein Smartphone in dieser Preisklasse wirklich überdurchschnittliche Werte sind.

Das Zubehör, das hier mitgeliefert wird, ist im Jahre 2017 wirklich sehr ungewöhnlich. Im Lieferumfang befinden sich neben dem üblichen Papierkram, wie Anleitungen oder Garantiebestimmungen noch Kopfhörer und eine Displayschutzfolie. Außerdem wie üblich ein Micro USB Kabel und erstaunlicherweise noch ein Netzteil. Der Klinkeneingang für Kopfhörer ist bei diesem Smartphone übrigens noch erhalten, sodass man mit den mitgelieferten In-Ears Musik hören kann. Diese sind für beigepackte Kopfhörer in Ordnung, aber ein super Klangerlebnis sollte man eben nicht erwarten. Die Lautstärke wird über zwei Knöpfe an der rechten Seite des Smartphones geregelt, unter denen sich noch der Powerbutton befindet. Eine weitere sehr nützliche Taste war für mich der Mutebutton, mit dem man das Gerät lautlos stellen konnte. Die verbauten Lautsprecher des Neffos X1 sind auch akzeptabel, aber nichts besonderes. Wie bei vielen anderen Herstellern bekommt man auch hier einen vermeintlichen Stereo Sound geboten, wobei sich nur an der Rechten Seite die Lautsprecher befinden. An der linken Unterseite hat Neffos nämlich ein Mikrofon für Sprachanrufe verbaut.

(Bild: Björn Engist ©)

Nun möchte ich aber auch noch einige Worte über die eingebauten Kameras verlieren, bevor ich die Software anspreche. Verbaut wurden 2 Kameras. Eine Frontkamera und eine Hauptkamera, deren Sensoren von Sony stammen. Die Hauptkamera löst mit 13MP und einer Blende von bis zu f2.0 aus. Die Bilder sind bei guten Lichtbedingungen wirklich in Ordnung. Reichlich schöne Farben und einen angenehmen Kontrast, wobei die Sättigung für meinen Geschmack in manchen Fällen etwas zu kräftig ist. Die Schärfe war auch im Rahmen, aber dennoch gab es nicht gerade selten Situationen, in denen die Kamera die Fotos sehr überschärfte. Das soll vermeintlich gut aussehen, bewirkt aber leider genau das Gegenteil. In schlechteren Lichtverhältnissen gibt es zwar eine Nachtsichtfunktion, trotz alldem fangen die Bilder in schlechten Lichtverhältnissen stark an zu Rauschen. Positiv bemerken möchte ich aber, dass es vielerlei Modi gibt, wie beispielsweise eine super Slow-Motion Funktion. Die 5 MP Frontkamera ist nicht besonderes, reicht aber für das ein oder andere gute Selfie aus.

Testbild Hauptkamera

Einer der Punkte, der mich aber wirklich gestört hat, war die Software, welche auf Android 6.0 Marshmallow basiert. Denn ich bin einfach ein Fan von nahezu reinem Android, oder leicht angepassten Versionen. Ich finde die Icons mancher vorinstallierter Apps nicht besonders schön. Außerdem gibt es teilweise Apps, die ich als etwas überflüssig ansehe. Mit der Zeit habe ich mich aber an „NFUI“ gewöhnt und mittlerweile kann ich mich besser mit der System UI anfreunden, zumal relativ schnell noch ein Update kam.

Mehrheitlich bin ich positiv gestimmt, da das Smartphone wirklich viele beeindruckende Features, wie den extrem schnellen Fingerabdrucksensor, oder den guten Ladevorgang aufzuweisen hat. Für einen derzeitigen Preis von gerade einmal 150 € kann man dagegen wirklich nichts sagen, aber man muss sich eben bewusst sein, dass auch Mängel, wie die der Kamera vorhanden sind, die aber bei keinem Smartphone für den Preis wirklich besser gelöst wurden. Das Neffos X1 hat also durchaus seine Daseinsberechtigung und ist für mich ein super Smartphone in seiner Preisklasse.

Björn Engist

Liebe Appgefilmt Community, mein Name ist Björn und ich bin 16 Jahre alt. Schon im frühen Alter habe ich gerne fotografiert und war von der damaligen Technik beeindruckt. Über die Jahre hinweg hat sich das technische Interesse immer weiter verstärkt, bis ich mit ungefähr 12 Jahren angefangen habe meine eigenen Videos zu produzieren. Meinem Hobby gehe ich heute noch immer sehr gerne nach und investiere viel Zeit, neue Projekte umzusetzen. Aber zum Filme gehört eben auch eine gewisse Vorarbeit, bestehend aus dem Schreiben von Texten, was mir ebenfalls eine Menge Spaß bereitet. Mein zusätzliches Interesse hierfür kann ich ganz Individuell auf diesem Blog mit meinen ausführlichen Testberichten oder Neuigkeiten ausleben. Also schaut gerne bei meinen, sowie bei anderen Berichten auf Appgefilmt vorbei.

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